Platzstatistiken 2011
von Rupert Schierz
Die Tabellen zeigen den Vergleich der Ergebnisse von 2008 bis 2011.
Die Zahlen sind die Anzahl der Stablefordpunkte (Schläge) über dem Ø-Handicap.
Ø-Handicap: Die Addition der Eckwerte wurde halbiert. (z.B: HC -(11,5+18,4)/2 = HC -14,95 die grüne Linie zeigt beispielsweise die Anzahl der Schläge über HC -14,95
Der Wert 2009 ist der Vergleich zwischen den Ergebnissen 2008 und 2009.
Herren
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Erstmals sehen wir hier eine Aufstellung über vier Spieljahre. Aufgrund der erwiesenermaßen schwierig zu spielenden “alten” Spielbahnen wurden in den letzten beiden Jahren Gegenmaßnahmen getroffen, die allerdings nicht den gewünschten, positiven Effekt hatten. Einzig die wenigen Golfer im Single-Handicap-Bereich der Klasse 1 (HC 0 bis –4,4 schwarze Linie) haben den Platz förmlich zerrissen. Um 2,68 Schläge! wurde der Platz im Jahr 2011 von ihnen besser gespielt.
Alle anderen Handicapklassen konnten mit den “Maßnahmen” am Platz nichts anfangen, ja sie spielten sogar noch schlechter als die Jahre zuvor.
Als Maßnahme wurden die Abschläge überwiegend von Gelb nach Blau gesteckt, um den Golfern den Platz zu verkürzen und eine Golfrunde mit weniger Schlägen zu ermöglichen. Dass sich dies nicht auf einen guten Score auswirken wird, wurde vielerorts von fachkundigen Personen erörtert und hat sich nun in der Platzstatistik bestätigt.
Betrachtet man die Anfängerklasse (gelbe Linie) so hat sich die sportliche Leistung innerhalb von drei Jahren um 2,2 Schläge pro Turnierrunde verschlechtert. Sie werden von den Golfern bis HC –36 mit diesem Schicksal begleitet und sogar noch übertroffen, denn sie spielten seither um 2,41 Schläge schlechter.
Die Fortgeschrittenen der Kasse 3 (grüne Linie) haben allerdings auch nichts zu Lachen. Im Drei-Jahres-Vergleich spielte man noch schlechter als damals, obwohl man im Vorjahr einen Zwischenspurt eingelegt hatte und den Platz um fast 1 Punkt besser gespielt hat als heuer.
mögliche Ursachen? ….
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Damen
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Den Damen sollte se nicht anders ergehen als den Herren – aber – deren Abschläge blieben überwiegend dort, wo sie schon immer waren. Zugegeben, einige Löcher wurden etwas länger (wegen der Umbauarbeiten an den Abschlägen) aber im Großen und Ganzen blieb alles beim Alten.
Und hier ist eine verblüffende Parallelität zu sehen. Als ob die Diagrammlinien der Herren in das der Damen kopiert worden wären, so mutet dieser dreijährige Vergleich an.
Gleich vorweg muss allerdings erwähnt werden, dass es bei den Damen keine Handicapklasse 1 gibt, aber die DAmen der Klasse 2 spielten ähnlich perfekt wie die Herren der Kasse 1. Die Klasse 3 der Damen ist äquivalent zur Klasse 2 der Herren usw.
Nur die Golfeinsteigerinnen taten sich ebenso schwer wie die Golfeinsteiger. In der Klasse HC > 37 sind die Ergebnisse erstaunlich gleich.
Letztlich geht es den Damen aber doch um einen Wimpernschlag besser als den Herren, wenn man sich die Schläge über dem HC-Ø ansieht. Nur die sehr guten Golferinnen sind den Herren in der gleichen Spielklasse deutlich überlegen (rote Linie). Sie ist vergleichbar mit den Herren unter HC –4,4.
Auch hier, bei den Damen will ich behaupten, dass nicht alleine das fehlende Training Schuld am immer schlechteren Abschneiden ist. Auch die Damen spielen am selben Golfplatz und kämpfen gegen seine Golfspielgefahren.
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Herren – die einzelnen Handicapklassen
Diese beiden nächsten Tabellen für Herren und Damen zeigen die Schläge über Par für jede einzelne Spielbahn. Die Werte sind der arithmetische Mittelwert aller gespielten Ergebnisse seit 2008 über Par, aufgeteilt in die Handicapklassen.
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Betrachten sie eine Minute die Linien. Sie zeigen, um wie viele Schläge über Par die Löcher seit 2008 gespielt wurden.
Fällt Ihnen auf dass:
- … sich alle HC-Klassen bis auf die Single-Handicaps (HC Gruppe 2) am Loch 8 nahezu “spielen”?.
- … dies am Loch 14 genau umgekehrt ist und selbst die HC unter 18 nach jedem Par drei Doppelbogeys spielen?
- … das Loch 14 schwieriger zu spielen ist, als das Loch 16? Auch hier die Ausnahme der Single-HC’s
- … die HC-Gruppe 3 nur das Loch 4 im Schnitt unter Par spielt?
- … das Loch 8 nur für die HC über -18,5 das leichteste Loch ist?
- … die HC Klasse 6 um 3,47 Schläge mehr benötigt? (mittleres HC -40) Es sollten eigentlich max. 2,25 sein!
- … das Loch 13 nur für die Single HC’s das 3. schwierigste Loch ist?
- … das Loch 6 für alle Herren das schwierigste Loch ist, nur die HC’s unter 4,4 werden am Loch 13 gepeinigt?
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Damen– die einzelnen Handicapklassen
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Nachdem Sie bei den Herren bereits Ihren Statistik-Fokus trainieren konnten, wird Ihnen sofort auffallen, dass:
- … das Loch 15, wie bei den Herren Schwierigkeiten bereitet?
- … das Loch 10 ab HC -26 das schwierigste Loch ist?
- … das Loch 1 für Single-HC-Damen das schwierigste Loch ist, aber auch alle anderen Damen Probleme haben?
- … sich alle Damen am Loch 4 sehr leicht tun, noch leichter aber am Loch 18?
- … das Loch 18 unter HC -18 ein Birdieloch ist? Nach einem Par folgen vier Birdies?
während HC bis –26 hier nach jeder 5. Runde nicht Bogey sondern ein Par spielen?
- … Damen das Loch 16 stets im Handicap-Bereich spielen?
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Der ermittelte Lochindex
Vor dem Resumé der Index, so wie der Platz gespielt wird.
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Was sie hier sehen ist der Durchschnitt der Schläge aller Golferinnen und Golfer gegenüber dem leichtesten Loch, dem Loch 18. Das ist so zu verstehen, dass für das Loch 4 der Durchschnitt aller Turnierteilnehmer um 0,01 Schläge mehr benötigt, als am Loch 18. Daraus ergibt sich ein aktueller Index, der unter den Lochnummern zu sehen ist. Weiter sieht man hier sehr gut im Balkendiagramm, welchen Schwierigkeitsgrad die einzelnen Spielbahnen haben.
Es ergibt sich somit, dass z.B. das Loch 1 nicht mehr das 7. schwierigste Loch, sondern das 3. schwierigste Loch ist. Dieser Index sollte künftig auf unseren Scorekarten berücksichtigt werden.
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Resumé
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Zur Erinnerung noch einmal die beiden Tabellen vom Anfang
Ungeachtet der Schwierigkeitsgrade der Löcher ist somit ist für mich völlig klar: Damen und Herren tun sich gleich schwer oder leicht auf dem Gelände. Nachdem ich diese Ergebnisse nun seit vier Jahren sammle, kann ich meine objektive Meinung dazu bilden und ich glaube auch, die Ursachen gefunden zu haben.
Das dies nicht alleine das mangelnde Training sein kann, ist durchaus plausibel. Also muss die Ursache am Platz zu finden sein, noch dazu, wo die “Maßnahme” den Platz um ungefähr 340m (einem ganzen Par 4!) verkürzt hat, denn die Handicapklasse 1 spielte den Platz, um genau diese Länge besser. Und es ist somit bewiesen, dass die Lage des Platzes (Sloperating) den Score stärker beeinflusst, als die Gesamtlänge (Courserating).
Die Werte bestätigen die dokumentierten Tabellen, dass der Golfplatz in St. Oswald schwieriger zu spielen ist, als das Platzrating es vorgibt. Es geht um 3 Schläge bei den Herren wie bei den Damen, um eine Vergleichbarkeit mit anderen Golfplätzen herzustellen. Dies ist der ursächliche Grund dafür, dass viele Golferinnen und Golfer nicht “freiwillig” im GC St. Oswald ein Turnier spielen wollen.
Auch wenn es drastisch klingt, aber stellen Sie sich bildlich vor, dass Damen im Schnitt in der HC-Klasse 3 (von HC –11,4 bis –18,4) um 9,19 Schläge pro Runde mehr benötigt haben und Herren 8.68 Schläge! (Die ersten beiden Tabellen) Ich will hier keine Clubs nennen, aber im Flachland sind die geschätzten Vergleichswerte 6 und 5 Schläge pro Runde. Dies würde bedeuten, dass Golfer im HC-Bereich um die –27 nicht wie bisher mit SV -30 sondern mit SV -33 oder SV-34 spielen würden – Das wäre sehr fair!
Die möglichen Ursachen
- Die HC. Klasse > HC –36 leidet an den immer kürzer werdenden Platzreifekursen. Sie quälen sich teilweise über den Platz und bringen nur hin und wieder ein positives Ergebnis ins Clubhaus. Hier ist es an der Zeit, wieder in Qualität zu investieren und der Clubvorstand wird darüber beraten, wie man die Qualität der Ausbildung fördern und beeinflussen kann.
Wir müssen der erste Golfclub in Österreich sein, der die Qualität vor die Quantität stellt. Dies ist mein vollste Überzeugung. Unser Pro Anthony Higgins wird 2012 ein entsprechendes Platzreifeprogramm anbieten.
- Trotz enormem Aufwand in die Platzgestaltung – ich erinnere z.B. an das Ausschneiden von Gebüsch und Bäumen – lässt sich der Golfplatz nicht mit jenem Score spielen, wie vergleichsweise auf ebenen Golfplätzen.
- Keine Golferin und kein Golfer wird Glücksgefühle durch einen guten Score haben, wenn zu diesem Ziel das Training fehlt. Die Driving Range – das mahnt auch unser Pro Anthony Higgins – ist jener Ort, wo man das Golfspiel lernt!
Die Runde dient der Entspannung und der Freude am Spiel.
- Der Clubvorstand wird sich gemeinsam mit dem Management dafür einsetzten, dass das Platz-Rating an diese Spielergebnisse angeglichen wird. Das Durchschnittshandicap aller Mitglieder ist über HC-28 und es sollen alle das Handicap gemäß der gaußschen Verteilungskurve spielen können. (10 Turniere spielen, 2 mal das HC verbessern)
Siehe aber auch den Artikel: Handicap…das große Mißverständnis
Ich wünsche allen Gonlferinnen und Golfern ein schönes Spiel 2012 und viel Freude auf unserem neuen Golfplatz.
Rupert Schierz
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